Webcontent-Anzeige

Unterhaltsvorschuss

Neuer Vergleichsring für Kreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen

Aufgrund der Wichtigkeit des Themas Unterhaltsvorschuss möchten wir dazu einen neuen Vergleichsring starten. Er ist zunächst in Niedersachsen für Landkreise und kreisfreie Städte geplant. Für interessierte Kommunen findet am 15. Dezember 2021 eine unverbindliche digitale Auftaktveranstaltung statt.

Nicht nur infolge der Pandemie sind Alleinerziehende wieder in den Fokus der Gesellschaft gerückt. Die Belastungen des Spagats zwischen Familie und Beruf waren für diese Personen teilweise gravierend. Wie soll ein Beruf ausgeübt werden, wenn gleichzeitig die Kinder nicht in die Schule konnten? Die Folgen gerade auch für diesen Personenkreis sind noch nicht abschätzbar.

Durch den Spagat "Familie und Beruf", aber auch durch ein teilweises Ausbleiben von Unterhaltszahlungen durch den unterhaltspflichtigen Elternteil, taucht die Personengruppe der Alleinerziehenden regelmäßig in Betrachtungen zum Thema Armut auf.

Mit der Sozialleistung "Unterhaltsvorschuss" ist der Gesetzgeber schon lange aktiv, bei einem pflichtwidrigen Ausbleiben von Unterhalt Vorsorge zu treffen. Gerade auch die Reform zum Unterhaltsvorschuss aus dem Jahr 2017 hatte das Ziel, hier noch besser zu unterstützen. Bezugszeiträume wurden angepasst, insbesondere die Altersgrenze bei den Kindern heraufgesetzt.

Die Auswirkungen der Reform rückte den Bereich Unterhaltsvorschuss in eine andere Wahrnehmung innerhalb der Kommunen. Der Personalbedarf ist deutlich gestiegen. Rund 840 000 Kinder von Alleinerziehenden erhalten den Unterhaltsvorschuss, womit sich die Anzahl gegenüber vor 2017 nahezu verdoppelt hat.

Zeitgleich mit insgesamt steigenden Aufwendungen ist die Rückgriffquote zu betrachten, die insbesondere auch den Anteil des Ertrags für die Kommunen darstellt. Aktuelle Zahlen belegen, dass trotz eines Mehrertrags diese Quote in der Regel unter 20 Prozent liegt.

Ziel des geplanten neuen Vergleichsrings ist die Durchführung eines interkommunalen Vergleichs im Bereich "Unterhaltsvorschuss" auf der Basis eines bereits entwickelten und in der Praxis erprobten Kennzahlensystems. Dieses gemeinsam weiterzuentwickeln und den aktuellen Anforderungen anzupassen, wird ein erster Schritt werden.

Im weiteren Verlauf sollen Erkenntnisse für die teilnehmenden Kommunen gewonnen werden, unter anderem, mit welchen Maßnahmen sich gegebenenfalls die Rückgriffquote optimieren lässt. Ebenfalls sollen den teilnehmenden Kommunen Kenntnisse vermittelt werden, wie die gewonnenen Daten für die örtliche Steuerung im Bereich "Unterhaltsvorschuss" praktisch eingesetzt werden können.

Der Vergleichsring wird im Rahmen des Projekts die Daten für die Jahre 2021 und 2022 erheben und auswerten. Weiterhin werden spezielle Themen vertiefend bearbeitet, die noch gemeinsam bestimmt werden, z. B. die Qualifikation des Personals.

Am Mittwoch, den 15. Dezember 2021 von 09:00 bis 11:00 Uhr besteht für interessierte Kommunen die Möglichkeit, sich in einer unverbindlichen und kostenlosen digitalen Auftaktveranstaltung über diesen neuen Vergleichsring "Unterhaltsvorschuss" zu informieren. Neben der Vorstellung der Ziele, Methodik und Inhalte sowie des zeitlichen Ablaufs und der Projektkosten wird ausreichend Zeit für Ihre Fragen sein.

Anmeldungen für die Auftaktveranstaltung nimmt Andra Stallmeyer gerne entgegen.

Webcontent-Anzeige
Bildnachweis: Megafon – Aktuelles © Zerbor Adobe.Stock