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Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, um zum einen neue qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu binden und zum anderen das Potenzial der bereits in der Verwaltung Beschäftigten als auch der dort noch nicht Beschäftigten zu aktivieren.

Immer mehr Studien belegen, dass bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers sowie der Bindung an den bisherigen Arbeitgeber die Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben eine wichtige Rolle spielt. Dabei reicht die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben über das Maß an flexibler Arbeitszeit- und Arbeitsortgestaltung hinaus.

Vor allem die privaten Unternehmen bereiten sich seit geraumer Zeit auf diesen stärker werdenden Wettbewerb vor. Immer mehr Firmen erklären Familienfreundlichkeit derzeit zum Geschäftskonzept. 84 % der Topmanager sind davon überzeugt, dass Familienfreundlichkeit ein Wirtschaftsfaktor für den Standort Deutschland ist. Wesentliche Voraussetzungen sind zugleich Aufgeschlossenheit, Akzeptanz und ein gutes Betriebsklima.

Die KGSt hat in ihren Materialien "Die Kommunalverwaltung als familienfreundliche Arbeitgeberin" (4/2007) bereits zahlreiche kommunale Praxisbeispiele für Familienfreundlichkeit beschrieben. Ergänzend werden im Bericht "Arbeitgeber Kommune. Erfolgsfaktor Familienfreundlichkeit" (3/2009) gutachtliche Empfehlungen der KGSt zu folgenden Themen gegeben:

  • Strategische Bedeutung von Familienfreundlichkeit für die Kommune als Arbeitgeber.
  • Eckpunkte für eine familienfreundliche Verwaltungskultur.
  • Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der Strategie "Familienfreundlichkeit als Arbeitgeber".

In einer familienfreundlichen Verwaltungskultur wird den betroffenen Beschäftigten signalisiert, dass es dem Arbeitgeber wichtig ist, sie als aktives Personal zu erhalten, indem er die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben durch entsprechende Rahmenbedingungen ermöglicht.

Aus Arbeitgebersicht müssen vor allem die vorhandenen Potenziale noch besser als bisher genutzt werden. Zufriedene, gesunde und motivierte Beschäftigte ohne längere "berufliche Auszeiten" tragen zu einer hohen Arbeitsproduktivität bei.

Die Umsetzung einer Strategie "familienfreundlicher Arbeitgeber Kommunalverwaltung" erfordert familienfreundliche Prozesse und Strukturen. Dabei ist individuellen Lösungen der Vorrang vor starren Konzepten zu geben.

Zu familienfreundlichen Instrumenten der Personalentwicklung gehören, neben einer gezielten Beratung und Begleitung der Betroffenen, Personalentwicklungsgespräche als Teil des Mitarbeitergesprächs durch die Führungskraft. Ferner gewinnen betrieblich unterstützte Kinderbetreuung, spezielle Angebote für Väter sowie Familienserviceangebote für Beschäftigte mit zu pflegenden bzw. zu betreuenden Angehörigen an Bedeutung.

Unternehmen werben bereits mit Familienfreundlichkeit. Aber auch Verwaltungen müssen noch stärker als bisher Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als Marketinginstrument nach innen und außen nutzen: "Tue Gutes ... und rede darüber!"

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