Webcontent-Anzeige

Vergütungstransparenz-Ranking 2018

Top-Managementvergütung öffentlicher Unternehmen im Vergleich von Kommunen, Ländern und Bund

Eine aktuelle Studie der Zeppelin-Universität Friedrichshafen zeigt, wie transparent städtische Unternehmen die Gehälter ihrer Top-Managementmitglieder offenlegen. Insgesamt 6 137 Unternehmen von 694 Gebietskörperschaften (kommunale Ebene, Bundesländer und Bund) wurden untersucht.

 Cover der Studie: Vergütungstransparenz-Ranking 2018

Einbezogen wurden unmittelbar und mittelbar durch die öffentliche Hand maßgeblich beeinflusste Unternehmen aller 386 deutschen Städte mit einer Einwohnerzahl von mehr als 30 000, aller 294 Landkreise, der 13 Flächenbundesländer und des Bundes (insgesamt 694 Gebietskörperschaften).

Insgesamt liegt die personenbezogene Vergütungsoffenlegung mit einer Quote von 17,8 % weiter deutlich unter den politisch gesetzten Zielen und den Forderungen in den andauernden Debatten. Auf kommunaler Ebene liegt die personenbezogene Transparenzquote bei 16,2 %, bei den Bundesländern bei 33,3 % beim Bund bei 52 %.

In einigen Gebietskörperschaften ist Transparenz mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden, in anderen liegt die Offenlegungsquote nach wie vor bei Null.

Teilweise bestehen auch innerhalb eines Bundeslandes beachtliche Unterschiede zwischen kommunaler Ebene und Landesebene. Eine vergleichsweise hohe personenbezogene Vergütungstransparenz ist beispielsweise bei den unmittelbaren Beteiligungen der Kommunen in Nordrhein-Westfalen (NRW) sowie beim Bund (91,7 %) und den Stadtstaaten (Berlin 97,1 %, Bremen 96,3 %, Hamburg 96,3 %) zu verzeichnen – für diese Gebietskörperschaften liegen Transparenzgesetze oder Publizitätsregelungen in Public Corporate Governance Kodizes vor.

Die Autoren der Studie kommen zum Schluss, dass das vielfach formulierte Ziel der personenbezogenen Offenlegung nur über klare Regelungen in Gesetzen und Public Corporate Governance Kodizes zu erreichen sein werde. Aufgrund der besonderen Verantwortung und Vorbildfunktion öffentlicher Unternehmen sollen die Vorschriften zur Offenlegung der Top-Managementvergütung bei ebendiesen nicht hinter den Anforderungen für börsennotierte Unternehmen zurückbleiben.

Studienautor Professor Papenfuß sieht deshalb "Reformentwicklungen geboten und erforderlich; dabei kann an den lobenswerten Ansätzen der Gebietskörperschaften mit hohen Transparenzwerten angesetzt werden. Transparenz ist für die öffentliche Hand und für Top-Managementmitglieder öffentlicher Unternehmen als ein positives Gestaltungsthema zu verstehen."

Webcontent-Anzeige
Bildnachweis: Megafon - Aktuelles © Zerbor www.fotolia.com