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Soziale Kommune

Wir fördern soziale Teilhabe und wirkungsorientierte Steuerung

Der demografische Wandel, die Globalisierung und tiefgreifende gesellschaftliche Umgestaltungen verändern seit einigen Jahren die Sozialstrukturen, die Beschaffenheit von Sozialräumen und die Nachfrage nach sozialen Dienstleistungen und Angeboten in allen Kommunen.

Die Politik reagiert darauf mit tief greifenden Reformen der Arbeits- und Sozialpolitik. Sie haben jedoch erhebliche rechtliche, finanzielle, organisatorische und personalwirtschaftliche Auswirkungen.

Noch bedeutsamer erscheinen Veränderungen in der sozialpolitischen Grundhaltung in Deutschland und Europa. Teilhabe und Inklusion sind die neuen Paradigmen. Sozialpolitik ist nicht mehr nur reine Fachpolitik, sondern darüber hinaus maßgeblicher Teil einer integrierten Stadtentwicklungspolitik. Die Bürgerkommune ist das Leitbild für eine neue Kultur von Transparenz, Bürgerengagement und Partizipation.

Das Kommunale Steuerungsmodell (KSM) der KGSt beschreibt allgemein das Steuerungssystem für die Bürgerkommune im demografischen Wandel. Welche Herausforderungen ergeben sich daraus aber für die Soziale Kommune?

Knappe kommunale Ressourcen erfordern ein effizientes Angebot von Leistung und Infrastruktur. Innovative Produkte und Prozesse, die die Selbstverantwortung von Individuen und Gruppen stärken, sind zu entwickeln und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit kontinuierlich zu überprüfen. Weniger erfolgreiche Angebote sind zurückzubauen oder einzustellen. Die KGSt hat daher bereits begonnen, ihre Steuerungslogik und die Ansätze des strategischen Managements auf den Bereich Soziales zu übertragen und auf seine Erfordernisse anzupassen. Das im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales erarbeitete Handbuch "Moderne Sozialplanung" gibt hierzu erste wichtige Impulse.

Die KGSt wird die Arbeit für das Themendach Soziale Kommune zukünftig deutlich ausweiten. Um den Erfolg des Sozialmanagements beurteilen zu können, müssen Monitoringsysteme, Controlling und Evaluation weiterentwickelt werden. Das bedeutet insgesamt eine Stärkung der strategischen wirkungsorientierten Steuerung in der Sozialpolitik.

Der demografische Wandel schafft Herausforderungen, bietet aber auch Chancen. Die große Zahl aktiver alter Menschen bedeutet großes Potenzial für ehrenamtliche Arbeit, schafft jedoch für die Koordination des Zusammenwirkens mit den professionellen Akteuren auch ein Steuerungsproblem. Der KGSt®-Bericht "Leitbild Bürgerkommune" bietet hierzu Lösungen an. Empfehlungen zum Management kommunaler Seniorenpolitik werden dies ergänzen und für die Seniorenarbeit konkretisieren.

Die an den Rechtskreisen des SGB orientierte Organisation sozialer Hilfen scheint immer häufiger den Hilfebedarf nicht adäquat zu bedienen. Es gibt vielfältige Ansätze der Praxis, ein Schnittstellenmanagement zu probieren. Einige Kommunen haben mit unterschiedlichen Koordinierungsmechanismen, wie unter anderem der Sozialraumorientierung, Erfahrungen gesammelt. Sie erfordert, dass Daten fachthematisch übergreifend und kleinräumig bereitgestellt werden. In Verbindung mit einer neuen Generation leistungsfähiger IT-Systeme und Konzepte wird die Sozialraumorientierung helfen, soziale Hilfen zielgenauer und effizienter zu platzieren.

Inklusion als neues Paradigma fordert, Regelangebote auszubauen, statt besondere (ausgrenzende) Hilfeangebote vorzuhalten. Sie fordert eine veränderte Einstellung der Gesellschaft gegenüber Ausgrenzung jeglicher Art. Damit wird sie zu einem strategischen Ziel, das inklusiv entwickelte, langfristige Aktionspläne in allen kommunalen Handlungsfeldern benötigt.

Kommunale Sozialpolitik umfasst (Infra-)Strukturen, Produkte und Dienstleistungen unterschiedlicher Akteure innerhalb und außerhalb der Verwaltung in einer Reihe politischer Handlungsfelder (Wohnen, Gesundheit, Bildung, Arbeit, Jugend usw.). Sie verbraucht in großem Umfang Ressourcen. Andererseits entwickelt sie Potenziale und schafft die Voraussetzungen für ein inklusives Gemeinwesen. Wechselwirkungen zwischen Leistungen und die notwendige Zusammenarbeit der Akteure erfordern integrierte Planungs- und Steuerungsprozesse. Die Unterstützung einer eigenen kommunalen Sozialpolitik durch geeignete Steuerungs- und Handlungsinstrumente bildet also die Programmatik für die Soziale Kommune und damit für die Arbeit der KGSt. Arbeitsvorhaben werden dabei folgende Schwerpunkte aufgreifen:

  • Ausbau der wirkungsorientierten Steuerung - auf strategischer Ebene ebenso wie in der Einzelfallsteuerung;
  • Verknüpfung der fachlichen Steuerungsprozesse der Sozialleistungen mit den übrigen Steuerungsprozessen der Kommune, insbesondere der Stadtentwicklung und der Haushaltsplanung;
  • Förderung eines professionellen Daten- und Auswertungsmanagements als Basis guter Sozialplanung mit Sozialraumbezug;
  • Qualifizierung des Netzwerkmanagements als Instrument einer gemeinwesenorientierten sozialen Arbeit.
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Bildnachweis: Header-Foto und kleines Foto © www.istockphoto.com